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Madeira - Travel Guide



Madeira gehört absolut zu den schönsten Reisezielen im Atlantik.

Nicht umsonst hat Madeira den Übernamen; das Europäische Hawaii bekommen. Den die Insel zeichnet sich durch seine abwechslungsreiche Landschaft aus und lässt Abenteuerherzen höher schlagen. Traumhafte schwarze Sandstrände, eine raue Berglandschaft und eine unbeschreibliche Artenvielfalt an Flora und Fauna machen die Insel zu einem Paradies.


Vorweg die wichtigsten Informationen für eine Reise nach Madeira:


✈️ Mit dem Flugzeug ab Zürich: ca. 3 Stunden

⏰ Empfohlene Reisedauer: 1 - 2 Wochen

Von einfachen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Kletterrouten wird hier alles angeboten. Die Insel eignet sich sowohl für Alleinreisende, als auch für Paare oder die ganze Familie. Ganz gleich, ob man Ruhe und Erholung sucht oder etwas unternehmungslustiger ist, ganz gleich ob das Herz eher für das Wandern oder für das Baden schlägt: Langeweile kommt hier bestimmt keine auf.

🌸🍂 Empfohlene Reisezeit: Die Monate April bis Oktober gelten als die beste Reisezeit. Die Tempersaturen variieren zwischen 21 und 26 °C.

🦠 Reisen trotz Corona: Auf abouttravel.ch kannst du dich über die aktuellen Reisebedingungen informieren.

🚕 Fortbewegung auf der Insel: Damit du die Insel einfach und nach deinen Bedürfnissen erkunden kannst, empfehlen wir dir ein Auto zu mieten. Wie die Inseln eben so sind, fährt man regelmässig über das Gebirge. Sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen ist daher eher schwierig und braucht Zeit.

🇵🇹Sprache: Portugiesisch

Aber selbstverständlich kann man sich auch gut mit Englisch verständigen. Wenn du ein paar Worte auf Portugiesisch kannst, freut es die Einheimischen umso mehr.

💰 Kosten/Währung: Die Währung auf Madeira ist Euro. Erkundige dich nach dem aktuellen Wechselkurs.

🥾Praktische Wandertipps:

  • Gutes Schuhwerk (am besten Wanderschuhe) sind zu empfehlen.

  • Das Wetter auf einer Insel kann sich schnell ändern. Deshalb sollte funktionale Kleidung für jede Wetterverhältnisse eingepackt werden.

  • Viele Wanderungen sind lediglich Streckenwanderungen. Deshalb ist zu beachten, dass die Strecke wieder zurück gewandert werden oder allenfalls ein Taxi bestellt werden muss.

  • Wir empfehlen euch vorher abzuklären, ob die Wege in das Gebirge auch offen sind.

  • Habe immer genügend Wasser und Verpflegung mit dabei, denn es gibt nicht an jeder Ecke ein Restaurant, wie wir es uns in der Schweiz gewohnt sind.



Ein Roadtrip entlang der Küste ist ein absolutes muss. Man schlängelt sich durch alte Fischerdörfer, vorbei an den urchigsten Stränden, haltet an mehreren der Unzähligen Aussichtspunkte an und bestaunt die beeindruckende Klippenlandschaft und die gigantischen Wasserfälle die ins Meer münden.


Wir starteten unser erster Tag in Ponta do Pargo dem westlichsten Punkt von Madeira. Von dort fuhren wir mit mehreren Stopps wieder zurück zu unserem kleinen aber feinen Boutiquehotel in Sao Vicente. Lasst euch von diesem schönen Küstenabschnitt treiben und haltet jeweils dort, wo es sich für euch gut anfühlt. Madeira bietet so viele schöne Ecken, da ist es leicht seine ganz persönlichen Aussichtspunkte zu finden, welche einem regelrecht umhauen. Vorweg geben wir euch natürlich trotzdem einige Tipps mit auf den Weg:


Ponta do Pargo

Wir bereits erwähnt starteten wir am westlichsten Punkt von Madeira in Ponta do Pargo. Dort befindet sich ein Leuchtturm mit einer grandiosen Aussicht.


Achadas da Cruz

In Achadas da Cruz befindet sich eine kleine, sehr steile Seilbahnstation. Als typische Sschweizer liessen wir uns das nicht entgehen für 5 Euro einen Abstecher in die Tiefe zu wagen. Das Panorama mit den bewirtschafteten Ackerfeldern ist einfach wunderbar.



Porto Moniz

Auf den nächsten Stopp freuten wir uns besonders. Porto Moniz ein Dorf das bekannt ist für seine Lavapools. Die natürlichen Pools aus Lavafelsen wurden durch die meterhohen Wellen ins Meer geformt und werden durch die Flut immer wieder mit Meerwasser gefüllt. Ein Sprung ins kühle Nass musst du da absolut ausprobiert haben.



Ribeira de Janela

Die Felsformation im Meer bietet einen perfekten Fotospot.

Übrigens kannst du in unserem Madeira Video die schöne Felsformation von einer anderen Perspektive betrachten.




Seixal – Küstenblick

Hier befindet sich ein Strand mit schwarzem Sand. Die dunklen Sandstrände auf Madeira stammen von der Erosion des vulkanischen schwarzen Gesteins. Abgesehen von der Farbe hat der trockene oder nasse Sand eine ähnliche Konsistenz und fühlt sich ähnlich an wie der weisse Sand, den wir alle kennen.


Gleich um die Ecke befindet sich ein imposanter Wasserfall, der aus den Felsen direkt ins Meer fällt (siehe Titelbild).




Der zweite Tag starteten wir mit einer Wanderung an der östlichen Inselspitze von Madeira. Anschliessend fuhren wir der Küste entlang wieder zurück zu unserem Hotel in Sao Vicente.


Ponta de Sao Lourenco

Wir starteten die leichte ca. 3 Stündige Wanderung noch vor Sonnenaufgang. Die karge Landschaft ist für Madeira eher untypisch und genau aus diesem Grund hat sie ihren ganz besonderen Reiz. Insbesondere die Ausblicke auf die raue Nordküste sind unvergesslich. Pack am besten das Frühstück in den Rucksack und geniesse den Sonnenaufgang mit diesem atemberaubenden Panorama.




Faial

Die Fahrt von Ponta de Sao Lourenco führte uns durch das idyllische Hinterland.

In Faial machten wir einen kleinen Zwischenstopp zum Lunch im Casa de Cha do Faial.


Santana

Nächster Stopp machten wir in Santana. Das Dorf ist für seine farbig angemalten Häuschen, bekannt. Uns erinnerten sie an die Häuser bei Asterix und Obelix. Im Dorfzentrum befindet sich ein kleines Freilichtmuseum, wo man die Häuser von genauem betrachten kann. Darin befinden sich kleine Souvenir Läden. Wer möchte kann auch durch die Strassen von Santana schlendern. Den solche Häuschen findet man überall in den Gassen. Jedoch sind sie meistens nicht mehr in einem sehr guten Zustand.




Levada Rundwanderung in Rabacal

Am dritten Tag wanderten wir einen Klassiker unter Madeiras Wanderungen ab. Die 3.5 stündige Levada Rundwanderung in Rabacal.

Levadas sind komplexe Bewässerungssysteme die sich über die ganze Insel erstrecken und seit Jahrhunderten bestehen. Auf den schnmalen Pfaden lässt sich besonders das grüne innere von Madeira erkunden.


Der Startpunkt der Wanderung befindet sich rund 30 Minuten vom Parkplatz entfernt.

Der Pfad führt durch den Wald, deshalb ist es auch eher schattig, was im Sommer von Vorteil sein kann. Teilweise ist der Weg so eng, dass Kreuzen kaum möglich ist. Deshalb lohnt es sich, die Wanderung früh in Angriff zu nehmen und den geführten Touren auszuweichen. Beim Rückweg liessen wir es uns nicht nehmen, noch den Abstecher zum Risco Wasserfall anzuhängen wo wir dann auch eine Rast einlegten, bevor es dann wieder zurück zum Auto ging.




Vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo

An unserem vierten Reisetag nahmen wir uns das Ziel vor vom dritthöchsten Gipfel zum höchsten Madeiras zu wandern. Rückblickend war dieser Tag einer unserer grossen Highlights auf unserer Madeirareise. Eigentlich war unser Plan den Pico do Arieiro noch vor Sonnenaufgang mit dem Auto zu erreichen. Doch überraschenderweise war die Hauptstrasse auf den Berg gesperrt und wir mussten mühsam einen alternativ Weg suchen. Das Navi konnte uns keine Auskunft geben, wir mussten schliesslich im nächstgelegen Dorf einen Einheimischen in seinem Café fragen. Schliesslich haben wir es nach ungefähr 2h Zeitverlust auf den dritthöchsten Gipfel geschafft. Deshalb möchten wir euch den Tipp mit auf den Weg geben euch vorher immer gut über die Strassensituationen zu informieren.Der Pico do Arieiro ist direkt mit dem Auto erreichbar. Deshalb ist er durch einen riesigen Parkplatz, einer Cafeteria und dem daran angeschlossenen Souvenirladen einer der meistbesuchten Gipfel von Madeira.



Schon von weitem sieht man die weisse Radaranlage, die zur NATO-Station der Portugiesischen Luftwaffe gehört. Unmittelbar daneben steht der Gipfelstein des Pico do Arieiro (1818m). Leider hatten wir keine Aussicht durch den Nebel der morgens gerne in den Hügeln schwebt.


Nachdem der erste Bergrücken überwunden war, folgte auf dem nächsten Abschnitt ein stetes Auf und Ab. Über steile unregelmässige Treppenstufen, Höhlendurchgänge und Wege den Bergwänden entlang führt der Wanderweg durch eine Landschaft wie in King Kong.Nach ungefähr 2h Laufzeit haben wir es zum höchsten Gipfel Madeiras den Pico Ruivo geschafft. Auf dem Pico Ruivo hat man eine wundervolle Aussicht über die ganze Insel. Nach einer kurzen Rast ging es schliesslich den gleichen Weg wieder zurück zum Auto.


Übrigens wir liessen es uns nicht ergehen am nächsten Tag den Pico Ruivo von der anderen Bergseite her mit dem Auto nochmals zu besuchen. Weil wir ja den Sonnenaufgang auf dem Pico Arieiro verpassten, wollten wir immerhin den Sonnenuntergang bestaunen. Den wir übrigens ganz alleine auf dem höchsten Berg geniessen konnten.



Balcoes bei Ribeiro Frio

Am fünften Tag besuchten wir den bekannten Aussichtspunkt Balcoes bei Ribeiro Frio. Weniger eine Wanderung, sondern eher ein gemütlicher Spaziergang. Der Spaziergang bietet Levada, Lorbeerwald und Panoramablicke. Wir haben direkt bei der Snack-Bar Faisca parkiert. Der Aussichtspunkt bietet eine phänomenale Aussicht auf das Zentralgebirge.




Funchal

Der fünfte Tag widmeten wir der Inselhauptstadt Funchal. Sie ist vor allem bekannt dafür, durch die vielen riesigen Kreuzfahrtschiffe die hier halt haben.

Madeira zeigt ihre Schönheit hauptsächlich durch die schönen Küstenlandschaften und das üppig grüne Hinterland. Trotzdem können wir euch empfehlen 1- 2 Tage die Stadt und ihre Umgebung zu erkunden.


Als erstes nahmen wir uns den bekannten Mercado dos Lavradores in Angriff. Grosse beladene Gemüse- und Früchtestände füllten einen Innenhof. Das Angebot ist enorm und das tolle man darf überall etwas davon kosten.



Weiter gingen wir in die runtergekommene Rua de Santa Maria im alten Fischerviertel Madeiras. Dort finden sich in den alten Gemäuern noch urige Tante-Emma-Läden und traditionelle Handwerksbetriebe. Viele der alten Holztüren wurden durch das Kunstprojekt arte de portas abertas von lokalen Künstlern eindrucksvoll gestaltet.

Durch die Gassen zu schlendern lohnt sich allemal.


Vom Hafen aus nahmen wir die Gondel auf den Monte. Monte ist der Stadtteil in dem früher die reichere Gesellschaft gelebt hat. Diese wurden mit Hilfe der Korbschlitten, die als schnelles Transportmittel dienten vom Monte nach Funchal befördert. Heute sind die Schlitten ein touristisches Highlight. Wir zwei stehen nicht unbedingt auf typische Touristenattraktionen. Aber bei dem fanden wir, dass wir das mal ausprobieren sollten.



Bekannt und anscheinend ein absolutes muss ist ein Besuch im Botanischen Garten. Leider war er zu unserer Zeit gerade im Umbau, durch das der Pflanzenbestand eher etwas Rar war. Deshalb besuchten wir zusätzlich noch den Tropischen Schlossgarten in Monte, der sich gleich um die Ecke bei der Gondel befindet. Ein Garten voll bewachst mi Pflanzen. Man fühlte sich gleich als wäre man in den Tropen. Dieser hat uns dann viel besser gefallen als der Botanische Garten. Jedoch war auch der Eintrittspreis um einiges teurer, was sich aber allemals gelohnt hat. Im Garten befindet sich noch eine schöne alte Villa, die früher als Hotel genutzt wurde.


Camara de lobos

9km westlich von Funchal befindet sich das kleine Fischerviertel Camara de lobos, welches wir auf dem Rückweg besuchten.

Wir machten einen kurzen Abstecher dorthin. Direkt an den Bootsstegen befinden sich viele kleine gemütliche Cafés und Restaurants. Leider hatten wir keine Zeit um dort einen Rast zu machen.




Calheta - die kleine Bucht

Unser sechster Tag auf Madeira ist angebrochen. Wir liessen es uns nicht entgehen, den einzigen weissen Sandstrand auf Madeira zu besuchen. Hierfür wurde der Sand von der Sahara eingeschifft und künstlich angelegt. Nicht gerade der schönste Strand aber wenn man einen Badetag einplanen und ins Meer hüpfen will, lohnt es sich allemal.


Ponta do Sol

Heisst so viel wie, da wo die Sonne immer scheint. Unser Ausflugsziel in Ponta do Sol haben wir auf Instagram entdeckt. Hier geniessten wir unseren letzten Sonnenuntergang, bevor wir uns auf die Rückreise in die Schweiz machten. Das Dorf liegt direkt am Meer und bietet gemütliche Cafés uns Bars zum einkehren.




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